Kohlenbahnlokomotive (sächsische Gattung H VIIIb T) Oberingenieur Guido Brescius< experimentierte ab 1855 mit den Konstrukteuren der Lok-Schmiede Richard Hartmann in Chemnitz an einer Lokomotive für die Kohlenbahnen des Plauenschen Grundes. Die kleine Kohlenbahnlokomotive sollte ein Führungsdrehgestell erhalten, um die engen Radien der Schächte und Anschließer, auf der Elbezweigbahn bis 57 m, problemlos durchfahren zu können. Die Arbeitsbesuche und die Verbindung von Bahnbau und Maschinenbaukenntnissen lohnten sich. Ende 1856 bot die Maschinenfabrik Hartmann der Albertsbahn AG eine in allen Kriterien gerecht werdende Lokomotive an. Das Direktorium kaufte, nachdem Probefahrten mit der 3-achsigen "Friedrich August" der Dresdner Firma W. Bayer kläglich scheiterten, 1857, drei dieser Maschinen von Hartmann. Die ersten Fahrten zeigten gute Ergebnisse. Die Zugkraft und das Lokomotivgewicht reichten aus, zehn beladene Zweigbahnwagen talwärts und fünfzehn Leerwagen bergwärts zu führen. Die Transportaufkommen waren so groß, dass 1858 eine Weitere und 1866 die letzte Kohlebahnlokomotive beschafft wurden.
