Project Description
Windbergbahnlokomotiven (ab 1896 sächsische Gattung I TV)
1908 kam versuchsweise die für die Strecke Schwarzenberg – Crottendorf gebaute „Raschau“ zum Einsatz. Ungünstig erwiesen sich
die Anordnung der Nieder- und Hochdruckzylinder. Noch während der Umzeichnungsphase zur DRG war eine der beiden 1890 von
Hartmann gebauten Maschinen mit einem Personenzug zu sehen. Sie erhielten keine neue Nummer mehr.
Als die K.Sächs.Sts.E.B. neue, leistungsfähigere Maschinen für die Windbergbahn bestellte, griffen die Konstrukteure der
Sächsischen Maschinenfabrik Chemnitz (vormals R. Hartmann) auf diese Versuche zurück. Sie entwickelten die Lokgattung ITV.
Die Hochdruckzylinder sind gegenüber den Vorgängern im vorderen und die Niederdruckzylinder im hinteren Drehgestell angeordnet.
1910 wurden zehn, 1913 drei und 1914 weitere fünf Stück ausgeliefert. Eine Maschine mit der Nummer 6 wurde 1910 an die
Oberhohndorf – Reinsdorfer – Kohlenbahn geliefert.
Die Drehgestelllokomotiven unterlagen einem hohen Wartungs- und Pflegeaufwand. Die doppelte Heusinger – Steuerung brachte ihnen
den Beinamen „Kreuzspinne“ ein. Die Deutsche Reichsbahn Gesellschaft reihte sie als Baureihe 98.0 in ihren Bestand ein.
Bis auf die 98 001 kamen alle Anderen unter den Schneidbrenner. Das Verkehrsmuseum Dresden (VMD) ließ 98 001 im RAW Meiningen
1979/80 zum nicht betriebsfähigen Museumsfahrzeug aufarbeiten. Die letzte Lokomotive ist seit dem 03.02.2003 im Industriemuseum
Chemnitz hinterstellt.
